Washington D.C.: Mächtige Monumente, europäisches Stadtgefühl und erstaunlich entspannt

USA Roadtrip – National Mall, Smithsonian, Georgetown & Tipps für Washington D.C.

National Mall Washington D.C. mit Lincoln Memorial und Washington Monument

Washington D.C. war der Start unserer mehrwöchigen Tour durch die USA. Für uns eine super Stadt, um sich langsam zu akklimatisieren, da Washington D.C. relativ viele Strukturen hat, die man aus Europa kennt, z.B. öffentlichen Nahverkehr 😉 Washington D.C. ist übrigens ein Distrikt, der keinem Bundesstaat zugeordnet ist. Der zugehörige Flughafen liegt in Virginia, Maryland ist auch nicht weit, aber D.C. gehört zu keinem von beiden.

Anreise mit dem Flugzeug

Wir haben uns vor der Anreise nicht wirklich informiert, wie wir in die Stadt kommen, sondern haben auf öffentliche Infrastruktur gesetzt. Das hat zum Glück funktioniert, denn als wir ankamen hat es in Strömen geregnet. Wir hätten sonst also buchstäblich im Regen gestanden. Aber: es fahren auf jeden Fall ein paar Busse in die Stadt. Für die benötigt(e) man allerdings Bargeld und das am besten passend, weil die Busfahrenden nicht wechseln können.

Oder ihr besorgt euch eine SmarTrip Karte. Die gibt es auch fürs Apple Wallet, so dass ihr gar keine physikalische Karte mehr kaufen müsst. Bei uns hat das leider aus unerfindlichen Gründen nicht funktioniert. Ich hoffe, ihr habt mehr Glück! Je nach dem, wo ihr hin müsst, müsst ihr in der Nähe des Stadtkerns vom Bus auf die U-Bahn wechseln. Spätestens da müsst ihr euch dann mit der SmarTrip-Karte auseinandersetzen, denn ohne die kommt ih nicht in die U-Bahnhöfe. Zum Glück sind in Washington aber alle U-Bahn-Stationen mit Service-Kräften besetzt, so dass man auch immer nach Hilfe fragen kann. Wir haben bei unserem Aufenthalt ausnahmslos sehr freundliche Servicemitarbeitende getroffen, die uns immer weiterhelfen konnten.

Sehenswürdigkeiten in Washington D.C.

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Karte mit Markierungen der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Washington D.C. und ein Zusatzhighlight fürs Essengehen.

Unsere Unterkunft lag im Stadtteil Kalorama. Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt und haben sehr viele der folgenden Sehenswürdigkeiten zu Fuß, mit dem Rad oder mit der U-Bahn erkundet. Das war problem- und gefahrlos möglich, wenn auch im Juni seeeehr sehr heiß (wir reden von 30+ Grad). Die Reihenfolge entspricht der chronologischen Reihenfolge, in der wir uns Washington D.C. angesehen haben. Also habt Google Maps offen und markiert einfach mit.

1. Embassy Row

Von Kalorama aus lässt es sich wunderbar in die altehrwürdige Embassy Row spazieren. In diesem friedlichen und sehr gepflegten Viertel lassen sich viele ehrwürdige Grundstücke und Häuser bestaunen. Es lässt sich auch wunderbar phantasieren, wer hier schon alles gewohnt hat und welche weltbewegenden Entscheidungen in diesen Häusern getroffen worden sind. Beim Durchschlendern findet ihr vielleicht auch das allgegenwärtige Polizeiauto, das an der Anfahrt zum Haus der Obamas seinen Posten bezogen hat 😉

2. National Mall

Die National Mall ist eine weitläufige Parkanlage im Herzen Washingtons. Hier liegen die bekanntesten Monumente und Gedenkstätten der Stadt, alle fußläufig verbunden. Wenn ihr hier entlang spaziert, werdet ihr unglaublich viele Eichhörnchen sehen. Daran wie enthusiastisch ihr diese noch fotografiert, wird man erkennen, wie lange ihr schon da seid.Denn die kleinen pelzigen Freunde finden sich in vielen amerikanischen Städten zu Hauf.

3. Lincoln Memorial

Lincoln memorial in Washington D.C.

Wer hat nicht schon mal von ihm gehört? Abraham Lincoln, der 16. US-Präsident, der maßgeblich dazu beigetragen hat, die Sklaverei abzuschaffen. Am westlichsten Rand der National Mall thront ein überlebensgroßer Lincoln und blickt wachen Auges in Richtung des Zentrums der Macht.

4. World War 2 Denkmal

Sehr zentral in der National Mall findet sich ein riesiges Denkmal zum 2. Weltkrieg, das sehr imposant ist und zum Verweilen und Gedenken einlädt und dabei erfrischend anders ist als viele andere Denkmäler für dieses schreckliche Geschichtsereignis.

World War 2 memorial with view on the Washington Monument
Worldwar II Denkmal mit Blick auf das dahinter liegende Washington Monument.

5. Washington Monument

Das Washington Monument ragt ganz besonders prominent aus der National Mall heraus. Es ist sogar möglich, den Ausblick von der Spitze zu genießen. Dafür muss man die Tickets allerdings im Vorfeld reservieren (es gibt auch immer Ticketvorbestände, die für den nächsten Tag verfügbar werden. Da muss man dann allerdings sehr früh dran sein). Da wir auf dem ganzen Trip eher spontan unterwegs waren, kann ich euch nicht sagen, ob sich die Aussicht lohnt. Wenn ihr hoch geht, lasst es mich gerne wissen. 🙃

6. Das Weiße Haus

Einmal Richtung Norden abbiegen, bringt euch zum wohl bekanntesten Haus der Welt. Nah ran kommen oder viel sehen tut man leider nicht mehr, da unter Trump sehr viel in Richtung der National Mall abgeschirmt wurde und das immer noch Bestand hat. Von der Nordseite lässt sich aber noch der übliche Korrespondenten-Blick auf das Weiße Haus werfen. Hier ist es meistens recht voll. Auf der Straße davor wird allerdings viel gute Stimmung von Straßentänzern mit Ghettoblastern verbreitet 😉 Eine kurze Stippvisite lohnt sich.

7. Smithsonian Museen

Wenn ihr vom Washington Monument weiter in Richtung Kapitol geht, kommt ihr an vielen verschiedenen Museen vorbei. Das Schöne daran ist, dass die Smithsonian-Museen in Washington D.C. kostenlos zugänglich sind. Man muss sich nur vorher online ein Ticket buchen. Je nach Beliebtheit des Museums gestaltet sich das spontan als schwierig. Bei schlechtem Wetter sind die Museen ohnehin eine gute Idee. Wir waren nicht in allen, aber von Freunden, die bei Smithsonian arbeiten, haben wir gehört, dass sich das National Museum of African American History and Culture sehr großer Beliebtheit erfreut. Wir waren ebenfalls drin und fanden es sehr gut gemacht!

8. Kapitol der USA

Wenn ihr weiter bis zum östlichen Ende der National Mall lauft, landet ihr zu Füßen des Kapitols. Der Capitol Hill und die Gebäude drum herum sind sehr beeindruckend und auf jeden Fall einen ausgedehnten Spaziergang wert.

Capitol of the US in Washington D.C.
Das Kapitol

9. Washington D.C.s National Zoo

Wir haben einen kleinen Abstecher in eine weitere von Smithsonian geführte Einrichtung gemacht: den Zoo. Auch dieser ist kostenlos mit einem vorher zu buchenden Onlineticket zu besuchen. Der Zoo ist sehr schön angelegt und uns hat es besonders Spaß gemacht, in eine eher familiäre amerikanische Stimmung abzutauchen. Denn sehr viele lokale Familien unternehmen am Wochenende einen Ausflug hierher. Außerdem hat der Zoo Pandas 😍

10. Rock Creek Park

Eine Empfehlung, die man eher selten in einschlägiger Literatur findet. Ein nach Washington ausgewanderter Europäer hat uns auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt den Tipp gegeben, mit dem Rad diesen Park in Richtung Norden zu befahren. Das hat den Vorteil, dass man sehr leicht in einen weiteren Bundesstaat, Maryland, gelangt (falls ihr auch eine kleine wer-hat-die-meisten-Bundesstaaten-besucht-Challenge am Laufen habt 😉). Außerdem fährt man wunderschön an einem Flusslauf entlang und bekommt immer wieder Einblicke, wie amerikanische Familien am Wochenende große Grillfeste in der Natur feiern.

Wenn ihr nach der Radtour durch den Park noch Lust habt, könnt ihr auf dem Rückweg einen kleinen Schlenker in Richtung der Washington National Cathedral machen. Hier ist sogar ein Mini-Yoda in der Kathedralenfassade eingebaut 😉 Der Weg dorthin ist etwas steiler, der Anblick einer modernen Kathedrale aber durchaus interessant.

Bonus: Wisconsin AVE NW in Georgetown

Zum Thema Essen: Wir haben die Wisconsin AVE NW in Georgetown für uns entdeckt. Viele kleine Restaurants und Cafés liegen hier nebeneinander und die Stimmung wird besonders abends sehr heiter und ausgelassen. Aber auch morgens findet ihr hier süße kleine Cafés fürs Frühstück. Schaut vorbei, wenn ihr in der Nähe seid.

Wir haben für unseren Aufenthalt 3–4 Tage eingeplant und dabei alle oben genannten Orte entspannt besuchen können.

Allgemeines zur Stadt

Das U-Bahn-Netz ist verglichen zu anderen amerikanischen Städten sehr gut ausgebaut und wirkte auf uns auch relativ sauber und sicher. Insbesondere dadurch, dass die Stationen immer mit Personal besetzt sind, können nur zahlende Reisende die Stationen und die Bahnen betreten. Von Einheimischen haben wir gehört, dass die U-Bahnen öfters mal ausfallen. Das konnten wir bei unserem kurzen Aufenthalt nicht unbedingt bestätigen. Ansonsten lässt sich Washington D.C. auch sehr gut mit dem Rad oder zu Fuß erkunden. Alles in allem fand ich die Stadt erstaunlich ruhig dafür, dass sie das politische Zentrum der amerikanischen Macht ist.

Neben dem Flugzeug ist die Stadt auch super an das Bahnnetz zur Weiterreise Richtung Norden angebunden. Wir sind mit dem Zug weiter in Richtung New York gefahren, was wunderbar funktioniert hat 🛤️

Inhalt

Stories und Prints, Side by Side

Einige der Fotografien aus diesem Beitrag sind als Fine-Art-Print erhältlich.