New York war für mich schon lange ein Wunschziel. Und dann steht man irgendwann tatsächlich an der Bow Bridge im Central Park, schaut auf die Skyline, und denkt: ach so, deshalb. Was wir alles erlebt haben und was die New Yorker Sehenswürdigkeiten aus unserer Sicht so besonders macht, erfahrt ihr hier.

Tipps zur Planung eurer New York Reise
Unterkunft
Wenn Touristen von New York reden, meinen wir meistens Manhattan. Dort finden sich all die bekannten Orte wie beispielsweise der Central Park oder das Empire State Building, zwei der bekanntesten New Yorker Sehenswürdigkeiten, die schon viele Film- und Fernsehauftritte hatten. Um möglichst wenig Zeit mit Fahrwegen zu verbringen, ist eine Unterkunft in diesem Teil New Yorks sicherlich eine tolle Sache. Direkt am Central Park oder am Bryant Park fanden wir es besonders schön. Allerdings sind die meisten Unterkünfte dort auch sehr kostspielig.
Generell gilt, dass im amerikanischen Markt Preise sehr dynamisch sind. Wenn ihr also ein Hotel buchen wollt, schaut zu verschiedenen Zeiten nach den Preisen – und schlagt zu, wenn der Preis niedrig ist. 🙈
Wir hatten das Glück, in Williamsburg bei einem Freund unterzukommen. Das war super, weil es neben dem finanziellen Aspekt auch eine tolle Möglichkeit war, mit ihm ins New Yorker Leben einzutauchen. Williamsburg ist sehr lebendig und wir waren gefühlt relativ nah dran am Leben der Nicht-Wall-Street-Millionäre. Die vielen kleinen Restaurants und Coffee-Shops haben vor Leben gestrotzt und wir haben viele gemütliche Stunden einfach nur mit Kaffee und Bagel dabei zugesehen, wie das Leben um uns herum verläuft. Daher kann ich euch Williamsburg, möglichst nah an der Williamsburg Bridge, sehr ans Herz legen, wenn ihr nach einer Unterkunft sucht.
Fortbewegung: Wie ihr am meisten von New York seht
Womit haben wir unsere Woche in New York gefüllt und wie haben wir uns fortbewegt? Fangen wir mit letzterem an: Wir haben uns hauptsächlich auf 3 Arten durch New York bewegt. Mit der U-Bahn, dem Rad und zu Fuß.
Natürlich könnt ihr euch auch ganz bequem mit Uber und Taxi fortbewegen. Das haben wir uns auf Grund des schwachen Euros und unserer noch langen Reisepläne meistens gespart. Aber damit seid ihr natürlich am flexibelsten und vermutlich am bequemsten unterwegs. Allerdings sind die Staus zu den StoÜzeiten auch nicht ganz ohne und kosten euch im Zweifelsfall einiges an Urlaubszeit.
Mit der Subway durch New York
Die U-Bahn ist seit Covid vergleichsweise sauber und gut benutzbar. Den Vergleich haben wir uns von langjährigen New Yorkern erzählen lassen. Trotzdem sind viele Stationen sehr alt und wirken meist auch eng, dunkel und gerade im Sommer stickig. Trotzdem funktioniert das Bahnnetz sehr gut. Die Bahnen fahren in enger Taktung und es gibt viele Knotenpunkte zum Umsteigen. Außerdem ist das Bezahlsystem einfach: jede Fahrt kostet gleich viel – egal wie viele Stationen man fährt. Bezahlt wird beim Betreten der Stationen. Mit Apple- und Google-Pay geht das auch super einfach: ihr könnt bei eurer im Wallet vorhandenen Kreditkarte die Funktion für den ÖPNV aktivieren. Um die Station zu betreten, müsst ihr nur noch euer Handy an den Reader halten und das Tor geht auf.
Mit dem Fahrrad durch New York
Gerade in Manhatttan sind während Covid zusätzliche Radwege aus dem Boden gestampft worden. Diese sind zwar nicht überall, aber es reicht, um Manhattan von Nord nach Süd und an einigen Stellen auch von Ost nach West zu durchqueren. Es gibt zahlreiche Bike Sharing Stationen und sogar relativ viele E-Bikes, die ihr euch ausleihen könnt. Ich fand Rad fahren daher eine echt coole und sehr flexible Option, die New Yorker Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Vor allem weil man überirdisch natürlich auch deutlich mehr sieht als mit der U-Bahn. Gönnt euch auch gerne mal das E-Bike, Manhattan ist an einigen Stellen deutlich hügeliger als man denkt! Für den Einstieg reicht die CitiBike App: runterladen und losradeln.
Zu Fuß durch New York
Mit gemütlichen Schuhen an den Füßen ist auch laufen eine super Sache. Es wird euch auf dem Weg durch Manhattan garantiert nie langweilig, und an jeder Ecke gibt es kleine Läden mit richtig leckerem Essen & Trinken. Es könnte zwar etwas dauern, vom Central Park bis zur Südspitze Manhattans zu gelangen, aber es ist es auf jeden Fall wert.
Wir haben uns dafür 3–4 Tage Zeit gelassen. Morgens mit dem Rad bis dahin, wo wir am Tag vorher aufgehört haben, und dann weiter Richtung Süden laufen. 🏃
New York Sehenswürdigkeiten
Kamera ready? 📸 Fangen wir ganz zentral an.
1. Der Central Park
Der Central Park ist riiiiesig. Was hätte man sonst auch anderes erwartet von New York. Trotzdem ist es ein total spannendes Gefühl, aus den Hochhausschluchten, in denen sich im Sommer die Hitze staut, in das grüne Herz Manhattans einzutauchen. Hier empfangen euch alte Bäume, die viel Schatten bieten, lebhafte Grünflächen und jede Menge Straßen-Unterhaltung. Es gibt Karussells, Seen und riesige Event-Flächen.
Wir sind am Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir gestartet und von dort Richtung Süden geschlendert. Einen ganz schönen Ausblick auf die Stadt habt ihr von der Bow Bridge und der Sheep Meadow – New Yorks ältester erhaltener Schafweide. 🐑

Den Mall and Literary Walk lohnt es sich auf dem Weg zur Sheep Meadow ebenfalls anzuschauen. Wenn ihr über die Sheep Meadow weiter in Richtung Süden lauft, stoßt ihr unweigerlich auf den Lounging Rock, der ebenfalls eine schöne Fotokulisse der New Yorker Skyline bietet. Das kleine bisschen Klettern lohnt sich 😉
Abschließen könnt ihr euren Spaziergang durch den Central Park mit einer Runde um den Pond at Central Park. Um eure Zeit dort richtig zu genießen, holt euch einfach bei einem der Food-Trucks drum herum etwas zu trinken. Auf einer der zahlreichen Parkbänke schmeckt der Iced Latte gleich nochmal besser und man kommt schnell ins Träumen, wie es wohl wäre, hier zu leben.
2. Times Square

Auf dem Weg zum Times Square kommt ihr vom Central Park kommend am Rockefeller Center und der St. Patrick's Cathedral vorbei. Legt da gerne auch einen kurzen Boxenstopp ein, wenn es euch gefällt und ihr die bekannten Filmkulissen in der Realität genießen möchtet.
Der Times Square ist eine intensive Erfahrung. Je nachdem, wie sehr ihr Menschenmassen mögt, werdet ihr ihn lieben oder hassen. 😅 Hier wimmelt es nur so von Touristen, Schaustellern, Fotografen und Menschen, die für ein Broadway-Ticket Schlange stehen. Rund um den Platz sind riesige Bildschirme angebracht, die pausenlos Werbung zeigen, und es gibt eine große Treppen-Installation, auf der man sich ein Plätzchen zum Sitzen ergattern und dem Trubel zusehen kann.
Kleiner Tipp am Rande für alle Süßigkeitenfans: Wir haben uns fürs Bewundern mit einer bunten Kostprobe aus dem M&M's Store um die Ecke versorgt. Da gibt es sehr interessante Geschmacksrichtungen wie beispielsweise Schwarzwälder Kirschtorte.
3. Grand Central Terminal

Für eine Reise in die Vergangenheit sorgt ein Besuch im Grand Central Terminal, dem alten Hauptbahnhof New Yorks. Hier hat man versucht, das Interieur in der großen Halle möglichst zu erhalten. Ich fand es einen sehr schönen Abstecher, der ebenso zum Träumen von alten Zeiten eingeladen hat wie er versucht, Apple-Fans zum Geldausgeben zu bewegen 😅 Auf der einen Seite der großen Halle befindet sich nämlich tatsächlich ein großer, offener Apple-Store. Meiner Meinung nach allerdings sehr geschmackvoll integriert, so dass er auf euren Fotos nicht zu sehr auffallen wird.
Wenn ihr mit dem Zug nach New York reist, bietet sich euch hier ein ganz besonderer erster Eindruck von New York.
4. Summit One
Für den Ausblick über die Stadt haben wir uns den Summit One ausgesucht, der direkt neben dem Grand Central Terminal liegt. Zur Abendzeit kann man hier wunderbar den Sonnenuntergang betrachten. Und keine Angst, wenn ihr keinen Zeitslot nahe des Sonnenuntergangs mehr buchen könnt: Jedenfalls als wir da waren, konnte man so lange man wollte oben bleiben.
Die Summit-Experience ist auf 3 Ebenen aufgeteilt. Seid euch bewusst, dass ihr nicht mehr auf die unteren Ebenen zurück gelangen könnt, nachdem ihr sie verlassen habt.

Beim Besuch werdet ihr merken, dass das Erlebnis sehr stark aufs Contentkreieren abgestimmt ist. Hier lassen sich sehr gut TikTok & Instagram Content aufnehmen. Aber auch für alle, die einfach einen tollen Ausblick mit ein paar kreativen Extras genießen wollen, ist die Platform zu empfehlen.
5. The High Line, Chelsea Market & Little Island
Im Westen Manhattans könnt ihr auf einer ehemaligen, überirdischen U-Bahnlinie spazieren gehen, die in einen Park verwandelt wurde (The High Line). Hier läuft man direkt an fancy eingerichteten Wolkenkratzern vorbei. Lauft ihr von Norden nach Süden, endet ihr bei der Little Island, einer gemütlichen kleinen, künstlich angelegten Insel mit Essen & Trinken und manchmal auch Live-Musik vom öffentlich bespielbaren Klavier.

Und wenn ihr schon mal da seid: Schaut auch beim Chelsea Market rein. Eine Kleinmarkthalle mit vielen verschiedenen kleinen Shops und tollen Restaurants, bei deren Betreten euch das Wasser im Mund zusammenlaufen wird.
6. Little Italy & Chinatown
Eintauchen in zwei ganz andere Welten lässt es sich im Süden Manhattans. Ob auf einen Aperol Spritz im gemütlichen Little Italy oder auf eine würzige Beef Noodle Soup im geschäftigen Chinatown – ihr werdet nicht enttäuscht werden!
7. One World Trade Center & Wall Street
Das One World Trade Center liegt direkt neben dem Denkmal für das World Trade Center und ist ein beeindruckender Ort. Das Denkmal listet die Namen derer auf, die 2001 ums Leben gekommen sind, und macht die Ereignisse auch Jahrzehnte später greifbar.
Nicht weit davon entfernt liegt die Wall Street, von deren Schätzen schon so viele Hollywood-Filme erzählt haben.
8. Die Freiheitsstatue

Auf einer Rundtour durch New York gehört die Freiheitsstatue natürlich dazu. Das Wahrzeichen, das ganzen Generationen von Auswanderern einen Grund zum Aufatmen gegeben hat, bedeutete es doch das Ende einer gefährlichen Ozeänüberquerung. Wenn ihr euch die Touristen-Fährfahrten sparen wollt, könnt ihr für ca. 3$ auch einfach die als ÖPNV agierende Fähre nach Staten Island nehmen. Diese fährt zwar nicht ganz so nah an der Freiheitsstatue vorbei und hält dort auch nicht, aber man kann einen Blick auf die berühmte Statue erhaschen und bekommt ebenfalls einen tollen Blick auf die Skyline New Yorks. Tickets gibt's ganz unkompliziert und ohne Anstehen in der App NYC Ferry.
9. Brooklyn & Manhattan Bridge
Wenn wir schon bei Fähren sind: Eine Fährfahrt von Manhattan nach Brooklyn lohnt sich ebenfalls. Am Ufer zwischen der Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge lässt es sich hervorragend entlang flanieren. Über die Brooklyn Bridge gelangt ihr ohne Probleme zu Fuß oder mit dem Rad wieder zurück nach Manhattan. 🙂

10. Empire State Building & mehr
Da New York einfach riesig ist, gibt es so viele tolle weitere Dinge zu sehen. Es ist zum Beispiel auch sehr beeindruckend, am Empire State Building vorbeizuschauen. Von hier lässt es sich super weiter in Richtung Madison Square Park schlendern. Hier könnt ihr euch direkt am Parkeingang einen Kaffee holen und den Hunden beim Spielen im Park zusehen… und und und.
Von daher lautet meine abschließende Empfehlung: taucht einfach ein in die Stadt, macht euch nicht zu viel Sightseeing-Stress und plant genüg Zeit ein, um euch einfach treiben lassen zu können. Wir haben unsere Woche New York locker ausgefüllt bekommen, aber bestimmt auch noch genüg für unseren nächsten Besuch zu erleben.
Daher werdet ihr bei eurer Reise bestimmt etwas erleben, von dem ihr denkt, dass es hier fehlt. Schreibt mir euer besonderes Erlebnis gerne auf Insta & Co. Ich freue mich schon, von euch zu lesen, und lass mich gerne für unsere nächste New York Reise von euch inspirieren. 🙃

