Städtetrip nach Rom: Eindrücke zwischen Kolosseum, Vatikan und Trastevere

Städtetrip Rom – Kolosseum, Vatikan, Trastevere & ehrliche Tipps

Blick auf das Kolosseum in Rom bei Abendlicht, Italien

Rom – was für eine Stadt! Vollgepackt mit Geschichte, Kunst und… Pasta! Schon nach wenigen Minuten fühlt man sich, als wäre man mitten in einem Historienfilm gelandet, nur mit viel mehr Gelato und Espresso. Ich nehme euch mit zu den schönsten Highlights, verrate euch meine liebsten Entdeckungen abseits der Touristenpfade und natürlich gibt’s auch ein paar praktische Tipps, damit euer Rom-Trip super schön wird.

Rom Sightseeing-Highlights: Die beeindruckendsten Spots im Überblick

Fangen wir direkt mit den Klassikern an. Denn mal ehrlich: In Rom läuft man an gefühlt jeder Ecke gegen ein weiteres Bauwerk, das mindestens 2.000 Jahre alt ist. Manche Spots lohnen sich trotzdem besonders. Bequeme Schuhe also schon mal einplanen. Auf geht’s ins alte Rom!

Das Kolosseum: Herzstück des antiken Roms

Das Kolosseum in Rom

Kaum irgendwo wird die römische Geschichte so greifbar wie hier. Das Kolosseum ist riiiesig und super beeindruckend. Wenn man davorsteht, kann man sich kaum vorstellen, wie hier früher über 50.000 Menschen Gladiatorenkämpfen zugesehen haben. Und auch die unterirdischen Tunnel und die gesamte Infrastruktur sind schon rein von der Architektur und den damals zur Verfügung stehenden Mitteln richtig faszinierend. Tipp: Bucht euch die Tickets vorab online mit Zeitslot. Die Schlange vor Ort ist oft eine ganz eigene Sehenswürdigkeit. Aber immerhin sind mittlerweile die ganzen „Gladiatoren“, die euch früher für ein Foto mit Kostüm Geld abknöpfen wollten, vom Vorplatz verschwunden, was das Anstehen entspannter macht.

Aber Achtung! Wenn ihr googelt, findet ihr unter den ersten Suchergebnissen oft jede Menge Drittanbieter, deren Tickets deutlich teurer sind als die direkt vom Herausgeber. Die offiziellen Tickets findet ihr hier.

Die Morgenslots sind natürlich am besten, weil es dann noch nicht so viele Menschen vor euch ins Kolosseum geschafft haben und in den Sommermonaten ist es auch noch angenehm kühl. Für einen Besuch also die angenehmste Zeit.

Zur Abendstunde entfaltet die Lichtstimmung eine ganz besondere Wirkung, die die Perspektive vom gegenüberliegenden, leicht erhöhten Park wunderschön macht. Für eure Fotoshots von außerhalb die beste Zeit.

Forum Romanum & Palatin: Spaziergang durch die Antike

Direkt neben dem Kolosseum liegt das Forum Romanum – quasi die „Innenstadt“ des alten Roms. Hier könnt ihr durch Ruinen spazieren, Tempelreste bestaunen und die alten Straßen entdecken. Das ist auch im Kombi-Ticket mit dem Kolosseums-Ticket enthalten. Wenn ihr nicht rein und durchlaufen wollt, bieten die kleinen Straßen, die neben dran entlangführen, aber auch eine gute Option für einen Einblick ins alte Rom.

Mein Highlight: Der Blick vom Palatin-Hügel runter aufs Forum bei Sonnenuntergang. Das fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise.

Die Spanische Treppe: Perfekte Aussicht von oben

Ein bisschen Ausdauertraining gefällig? Dann ab zur Spanischen Treppe! Hier könnt ihr euch mitten ins Getümmel stürzen und die mittlerweile wirklich wunderschön begrünte Spanische Treppe bestaunen.

Allerdings: Auch wenn’s verlockend ist, auf den Treppen essen ist verboten (und wird sogar geahndet!). Die Polizei hat auf der Treppe und dem Platz davor Dauerpräsenz. Aber ein Espresso davor oder danach im Stehen in einer Bar um die Ecke – absolut zu empfehlen. ☕️

Und es lohnt sich, nach oben zu steigen. Von oben habt ihr einen super Ausblick und wenn ihr weiter Richtung Villa Medici (und noch ein bisschen weiter) geht, kommt ihr zu einem weiteren tollen Viewpoint mit super Aussicht und Anschluss zum Park Villa Borghese.

Der Trevi-Brunnen: Münze werfen nicht vergessen

Der Trevi-Brunnen

Der wohl berühmteste Brunnen der Welt. Und ja, er ist wirklich schön, wenn da nicht die ganzen Menschen wären, die genau wie man selbst einen Blick erhaschen wollen. Früh morgens oder abends hingehen lohnt sich sehr, denn tagsüber ist hier wirklich viel los. Mittlerweile gibt es deswegen auch ein Leitsystem mit Eingang und Ausgang. Das heißt, man darf sich mal wieder anstellen, jedenfalls ab 9:00 morgens. Davor solltet ihr noch so reinkommen.

Und wer dran glaubt, kann dann noch eine Münze über die Schulter werfen. Das soll angeblich Glück bringen und die Rückkehr nach Rom sichern...

Pantheon: Von innen und von außen eine beeindruckende Architektur

Das Pantheon von außen

Das Pantheon ist von außen schon beeindruckend. Mit dem Brunnen davor auch am Morgen ein super schöner Fotospot!

Aber wenn ihr reingeht, ist es fast noch schöner. Die riesige Kuppel mit der Öffnung in der Mitte ist architektonisch wirklich ein Meisterwerk. Und das Licht, das durch die Öffnung fällt, sorgt für eine besondere Stimmung. Der Eintritt ist mittlerweile kostenpflichtig. Also auch hier gilt: besser vorab buchen, obwohl wir morgens noch spontan reingekommen sind. Aber 30–45 Min später sah es schon wieder ganz anders aus.

Vatikanstadt: Klein, aber oho!

Der Petersdom ist für viele das Highlight schlechthin und ich kann es verstehen. Die Ausmaße, die Kunstwerke, die Stimmung, das ist alles einfach sehr beeindruckend. Obwohl ich persönlich eher selten in Kirchen anzutreffen bin, kann ich euch einen Besuch im Petersdom wirklich ans Herz legen. Ich fand es sehr faszinierend, was Menschen mit – aus heutiger Sicht vergleichsweise – primitiven Hilfsmitteln in der Lage waren, zu bauen. Außerdem fühlt sich auch die Atmosphäre, die die Menschen, die dort leben, verbreiten, an wie von einem ganz anderen Leben. Viel bedächtiger und entschleunigter. So geht es eben auch, was mich mal wieder zum Nachdenken übers eigene Leben gebracht hat.

Für einen beeindruckenden Blick auf den Petersplatz lohnt sich der Aufstieg zur Kuppel (ein bisschen Sport schadet im Pasta-Paradies sowieso nicht). Auch hier gilt: am besten die Tickets für die Kuppel online buchen, sonst müsst ihr euch nach der Schlange für den Petersdom auch noch für die Kuppel anstellen. Die Schlange vorm Aufzug, der nur einen kleinen Teil der Strecke nach oben abdeckt, ist meiner Erfahrung nach länger als die für die Treppen. Daher lohnt sich das Laufen nicht nur für die Fitness. 💪

Die Schlange vor dem Petersdom wird tagsüber wirklich sehr lang. Von daher entweder auch hier vorher die Skip-The-Line-Tickets buchen oder früh aufstehen und anstellen. Lasst euch auch nicht davon abschrecken, dass sich die Schlange nicht direkt um 7:00 – zur offiziellen Öffnungszeit – bewegt. 7:00 scheint eher eine ungefähre Orientierung zu sein. So früh da zu sein, ist aber auf jeden Fall empfehlenswert. Bevor es auf den Petersplatz und von da in den Dom geht, müsst ihr außerdem durch einen Security-Check.

Wenn ihr nach dem Petersdom noch mehr Kultur tanken wollt, sind die Vatikanischen Museen, die Vatikanischen Gärten und die Sixtinische Kapelle einen Besuch wert. Aber Achtung: Die Menschenmassen dort sind nicht ohne. Früh hingehen und eine Führung buchen kann helfen, nicht komplett unterzugehen im Touri-Strom. Unser Besuch ist mit der Papstwahl zusammen gefallen, weswegen Teile der Museen, die Gärten und die Sixtinische Kapelle leider gesperrt waren. Das Geld für Tickets bekommt man interessanterweise nicht zurück, weil sich der Vatikan das Recht auf die Schließung vorbehält... Aber von früheren Besuchen kann ich mich an beeindruckende Kunstwerke auch in diesem Bereich des Vatikans erinnern.

Engelsburg: Geschichte mit Aussicht

Nur einen kurzen Spaziergang vom Vatikan entfernt liegt die Engelsburg (Castel Sant’Angelo).

Früher war sie ein Mausoleum, dann eine Festung und später sogar Papstwohnung. Heute ist sie ein Museum mit einem herrlichen Blick über die Stadt. Wenn ihr oben auf der Terrasse steht, habt ihr einen traumhaften Rundumblick auf den Petersdom, den Tiber und ganz Rom. Wie alles natürlich besonders schön bei Sonnenuntergang!

Kombiniert den Besuch hier auf jeden Fall mit einem Spaziergang über die Engelsbrücke, die mit ihren Barockengeln richtig fotogen ist.

Santa Maria Maggiore: Prachtvoll und jetzt auch Papst-Ruhestätte

Mitten in der Stadt und bis vor kurzem trotzdem nicht ganz so überlaufen wie Petersdom oder Pantheon ist die Basilica di Santa Maria Maggiore. Sie gehört zu den wichtigsten Kirchen Roms und ist von innen eine echte Ansage!

Schon von außen wirkt sie beeindruckend, aber so richtig haut einen der Prunk erst drinnen um: Mosaike aus dem 5. Jahrhundert, eine goldene Kassettendecke und ein riesiger, ruhiger Innenraum, in dem man kurz durchatmen kann.

Seit Papst Franziskus im April 2025 hier beerdigt ist, ist es allerdings ein bisschen voller. Ihr könnt hier an seiner letzten Ruhestätte vorbeikommen und einen Blick auf seine Gedenktafel werfen.

Zum Abschluss dieses Paragraphs noch ein kurzer Fun Fact: Angeblich soll der Standort der Basilika von einem Sommer-Schneefall im Jahr 358 bestimmt worden sein – wie romantisch ist das bitte?

Trastevere – das coolste Viertel der Stadt

Gemütliche Osteria im Viertel Trastevere

Nach einem langen Sightseeing-Tag, an dem die Smartwatch mal wieder einen neuen Schritte-Rekord vermeldet, ist es Zeit fürs Abendessen. Wir fanden es abends hier am schönsten: In Trastevere, das Viertel mit den vielen kleinen Restaurants, Bars und einer richtig lässigen Atmosphäre. Pflastersteine, Lichterketten, Live-Musik an Straßenäcken. Das alles hat mir das Gefühl gegeben, in einem romantischen Film zu sein. Mal davon abgesehen, dass es natürlich auch hier oft sehr voll ist. Hier solltet ihr trotzdem mindestens einen Abend vorbeischauen und in die Atmosphäre eintauchen.

Aber Achtung beim Essen: Die Läden direkt an den Hauptplätzen wirken super einladend, sind aber oft überteuert und geschmacklich eher… naja. Auch wenn euch 65.000 Google-Bewertungen mit 4,7 Sternen was anderes versprechen. Wir haben es ausprobiert und waren danach ein bisschen enttäuscht, weil uns ein Abend gutes, italienisches Essen abhanden gekommen ist. Wenn ihr wirklich gut essen wollt, dann geht ein paar Meter weiter in die Seitenstraßen. Dort findet ihr oft kleine Trattorien ohne riesige Google-Bewertungen oder Influencer-Schlangen davor. Dafür aber mit richtig leckerem Essen und ehrlichen Preisen.

Echte Tipps, die euch das Rom-Erlebnis noch besser machen

Hier noch ein paar Tipps, die euch das Touristen-Leben in Rom noch ein bisschen leichter und schöner machen.

Kleingeld ist King

Ein paar Münzen in der Tasche zu haben, ist in Rom wirklich Gold wert. Sei es für den schnellen Espresso an der Theke (kostet oft nur 1–1,50 €!), ein spontanes Gelato zwischendurch oder für’s Trinkgeld im Restaurant. Gerade in kleineren Läden klappt das mit der Kartenzahlung nämlich nicht immer oder es gibt Probleme mit dem Trinkgeld, wenn man nur mit Karte zahlt. Also: Kleingeld einstecken, entspannt bleiben und genießen. Auch Taxis bevorzugen Barzahlung.

Nicht den Google-Hypes glauben

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Restaurants mit 60.000 Google-Bewertungen und ellenlangen Warteschlangen eher enttäuschend sind. Stattdessen: Augen auf, Nase nach und einfach mal ein Restaurant ausprobieren, das gut riecht, sympathisch wirkt und nicht gleich mit Touri-Menüs wedelt. Da schmeckt’s meist richtig gut und man wird auch viel netter behandelt!

Wasser marsch!

Überall in der Stadt gibt es kleine Trinkwasserbrunnen (die sogenannten Nasoni). Packt euch eine kleine Wasserflasche ein. So spart ihr Geld und müsst nicht ständig was Neues kaufen. Das Wasser ist trinkbar und an heißen Tagen wirklich praktisch.

Öffentliche Verkehrsmittel – praktisch, wenn man weiß wie

Busse und Bahnen bringen euch eigentlich überall hin, aber manchmal braucht’s ein bisschen Geduld. Insbesondere der Bus bleibt öfters mal im Verkehr stecken.

Tickets könnt ihr mittlerweile ganz bequem per Kreditkarte direkt im Bus oder an den Drehkreuzen in der Metro mit auflegen kaufen und müsst euch um nichts weiter mehr kümmern.

Mein Lieblingsessen – abseits der (aktuellen) Google- und TikTok-Hypes

Die Pasta im Dar Sor Olimpio al Drago war wirklich sehr lecker! Für italienische Verhältnisse früh da sein, lohnt sich. Denn zumindest an einem Freitag Abend war drinnen super viel von Einheimischen reserviert. Ein gutes Zeichen. :D Auch der Aperol Spritz war sehr lecker hier.

Der Espresso von der Konditorei vom Checco Er Carettiere war einer der besten, den ich während des Urlaubs in Rom getrunken habe. Die Kuchen sahen auch super lecker aus. Wie die schmecken, müsst ihr mir sagen.

Die Pizza im Mariuccia war auch sehr lecker. Ich meine, schaut euch diesen Pizza-Rand an…

Und wenn ihr euch mal durch die klassische romanische Küche probieren möchtet, kann ich euch das Probier-Menü im Romoletto empfehlen. Das große Menü ist allerdings wirklich sehr sehr groß – also wirklich nur bestellen, wenn ihr sehr sehr hungrig seid.

Fazit

Die Spanische Treppe

Rom ist wie ein großes Freiluft-Museum mit sehr leckerem Essen. Egal, ob ihr zum ersten Mal da seid oder schon öfters: Diese Stadt zieht einen jedes Mal aufs Neue in ihren altehrwürdigen Bann. Zwischen Kolosseum und Espresso, Ruinen und Rooftop-Bars, Streetfood und Sixtinischer Kapelle lohnt es sich immer, mehr Zeit einzuplanen als man denkt, um alles richtig genießen zu können.

Inhalt

Stories und Prints, Side by Side

Einige der Fotografien aus diesem Beitrag sind als Fine-Art-Print erhältlich.